(UV-Licht-aktivierte Eigenbluttherapie - i. m.)
Geeignete apparative Ausrüstung:
Eumatron Euphoton® EN 105 oder
Eumatron Euphoton® EN 600 NT
- Verfahren
- Grundlagen der Wirkungsweise
- Nebenwirkungen
- Indikationen
- Kontraindikationen
- Praktische Durchführung
- Dosis und Behandlungsintervalle
- Literatur
- Liquidationsempfehlung
Verfahren
0,5 - 5 ml venöses Blut werden in einer rotierenden Einmal-Rundküvette aus Quarzglas 5 Minuten mit UV-C-Licht behandelt und i.m. appliziert. Alle blutführendenTeile sind Einmal-Artikel. Die Übertragung von Infektionen ist damit ausgeschlossen.
Grundlagen der Wirkungsweise
Die Therapie mit UV-Licht-aktiviertem Eigenblut ist eine Reiz- und Umstimmungstherapie. Durch die UV-Licht-Behandlung entsteht zusätzlich zur Wirkung der klassischen Eigenbluttherapie ein unspezifischer "Reiz" durch photochemisch veränderte, körpereigene Eiweißstoffe.
Die Eigenbluttherapie bewirkt eine Steigerung der natürlichen Abwehrkräfte bzw. eine Verbesserung der Selbstheilungsfähigkeit des Organismus durch Einwirkung auf dessen Regulations- systeme. Die Veränderung der Reaktionslage erfolgt sowohl auf humoralem Weg als auch über das vegetative Nervensystem.
Mit Eigenblut behandelte Patienten sprechen in der Regel besser auf Medikamente an, so daß vor allem Medikamente mit Nebenwirkungen in der Dosis ggf. reduziert werden können.
Nebenwirkungen
- gelegentliche Lokalreaktion in Form einer Rötung an der Injektionsstelle
- zu Beginn der Therapie kann eine Verschlimmerung der Beschwerden auftreten (Erstverschlimmerung)
- bei vereinzelten Patienten treten verstärkte Müdigkeit und leichte Temperaturerhöhung auf
Indikationen
- Allergien
- entzündliche-degenerative Erkrankungen
- Infekt-Abwehrschwäche
- akute Infektionen
- Wundheilungsstörungen
- chron. Infektionen und Herderkrankungen
- Erschöpfungszustände und vegetative Dystonie
- akute Entzündungen
- onkologische Begleittherapie
- chron. rezidivierende entzündliche Erkrankungen
- Prophylaxe (Pflege von Gesundheit und Vitalität)
Kontraindikationen
- aktive tuberkulöse Prozesse
- schwere kachektische Zustände
- bestehende Thrombophlebitis
Praktische Durchführung
Mit einer 5- oder 10-ml-Einmal-Spritze werden 0,5 - 5 ml venöses Blut entnommen und mit Natriumzitrat ungerinnbar gemacht. Die Spritze wird auf die UVE-Küvette aufgesetzt, das Blut in die Küvette gespritzt und die Küvette mit aufgesetzter Spritze in den UVE-Bestrahlungsschacht des Euphoton® Gerätes geschoben.
Nach einer Behandlungszeit von 5 Minuten (bei drehender Küvette) wird das behandelte Blut wieder in die Spritze aufgezogen und i.m. appliziert.
Zusätzliche Sauerstoff-Aufschäumung:
Hierzu wird die Spritze über den Bakterienfilter mit Sauerstoff gefüllt, der Spritzenkolben auf die 5-ml-Marke vorgeschoben und anschließend 0,5 - 5 ml venöses Blut entnommen.
Nach der Blutentnahme wird durch Schütteln der Spritze der Sauerstoff mit dem Blut vermischt und erst jetzt das mit Sauerstoff angereicherte Blut zum Behandeln in die UVE-Küvette gespritzt.
Zusätzliche Medikamente:
Zuerst das Medikament und dann das behandelte Eigenblut in die Spritze aufziehen und anschließend i.m. applizieren.
Dosis und Behandlungsintervalle
- Die Anzahl der Sitzungen je Serie beträgt 6-10. In den ersten 3 Wochen werden je zwei Sitzungen und danach wöchentlich 1 Sitzung durchgeführt.
- Die Intervalle der Auffrischungssitzungen sind individuell zu bestimmen.
- Allgemein ist eine Auffrischungssitzung alle 4 Wochen empfehlenswert.
Literatur
Eigenbluttherapie, H. Krebs
Liquidationsempfehlung
analog GOÄ 284 und 567 = EUR 14,80 zuzüglich Materialkosten (EUR 3,28)
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